Sammlung Boros

In den Jahren 2003-2008 wurde der ehemalige Luftschutzbunker in der Reinhardtstraße in Berlin Mitte für eine Kunstsammlung und private Wohnräume umgebaut. Dabei wurde auf die Anpassung an museumstechnische Standards und Klimatechnik zugunsten der rohen Athmosphäre der Sammlungsräume verzichtet – es entstanden eher experimentelle Räume als ein Museum. Aus dem existierenden räumlichen System mit lichten Raumhöhen von 2.00m bis max. 2.30m sind Teile der bestehenden Decken und Wände herausgeschnitten worden. Die entstandenen Räume verbinden die Geschosse nun ineinander verschachtelt über die gesamte innere Höhe miteinander. Durch die Verbindung der Geschosse untereinander können Räume mehrfach wahrgenommen werden. Die Wände im Inneren werden zum großen Teil geweißt, aber nur teilweise verputzt. Die verschiedenen Oberflächenqualitäten des Betons, sowie Arbeitsspuren des Schneidens und Stemmens ebenso wie die Spuren der langen Nutzungsgeschichte des Gebäudes bleiben erhalten. Auf ca. 2500qm Fläche werden die Werke zeitgenössischer Künstler ausgestellt. Neben bereits erworbenen Werken enstehen in zusammenarbeit mit Künstlern weitere Arbeiten die sich die speziellen Eigenschaften des Ortes zu eigen machen.

Klient:
Christian Boros and Karen Lohmann
» www.sammlung-boros.de
Architekten:
REALARCHITEKTUR
Jens Casper, Petra Petersson, Andrew Strickland
Projekt Team:
Wolfgang List, Bernadette Krejs, Karin Maria Derix
Projektpartner, Quantity Surveyors and tender:
A+O Berlin
Frank Hüpperling und Stephan Vieweger
Site Manager:
Thomas Heesing
Structural Engineer:
Ingenieurbüro Herbert Fink
Christian Bergholz
Landscaping:
bbz Landschaftsarchitekten
Timo Herrmann
Ojektdesign, Penthouse:
Instantconcept, Wuppertal
Shell:
mib, märkische ingenieurbau gmbh, Wriezen
Steel and facades:
HTM Metallbau, Berlin
Demolition:
BBT Betonbohr- und Sägetechnik GmbH, Berlin
Interior:
Berghäuser und Sohn
Stone:
Asta Fliesen & Naturstein GmbH, Polanz
Services:
Rentschler und Riedesser, (consultation) und Bast Heizungsbau (plans and installation)

Project start 2003, on site 2004, completion 2007, opening Sammlung Boros 2008
ca. 16.500 m³ exhisting building
ca. 750 m³ Concrete was removed
ca. 2.500 m² area for the Art collection
ca. 2.500 m³ house
ca. 450 m² living area