Wohnbebauung Stockholm

Basierend auf einem modularen Townhouse-System wurden in Hägersten, einem Stadtteil von Stockholm, ca. 40 Wohneinheiten verteilt auf 4 Reihenhäuser realisiert. Ein zusätzliches Gebäude am Eingang der Siedlung beherbergt eine Kindertagesstätte (link). Die neuen Wohnbauten liegen gegenüber einer denkmalgeschützten Siedlung für Arbeiter der Ericsson-Fabrik, einem frühen Beispiel für modernen Wohnungsbau in Schweden.vFür die neue Wohnbebauung wurden vier Haustypen entwickelt, mit einer Bandbreite von 2-geschossigen 4-Zimmer-Wohnungen bis zu 3-geschossigen 5-Zimmer-Wohnungen.
Die Townhäuser verspringen in der Höhe um sich dem Geländeverlauf anzupassen und sind zu größeren Baukörpern zusammengefasst, die sich in Proportion und Platzierung an der gegenüberliegenden Bebauung orientieren. Alle Einheiten werden von der Straße aus über Treppen und Rampen erschlossen.
Zusätzlich zu der Terrasse im 1. OG hat jede Wohnung einen kleinen Garten mit Blick in den Wald.

Vor dem Hintergrund der Wohnraumknappheit  in Stockholm erscheinen die unterentwickelten städtischen Außenbezirke, die zumeist von 1930-1970 gebaut wurden, als eine vielversprechende Möglichkeit, einen neuen Typus der Vorstadt zu gestalten. Durch die Standardisierung sind die Baukosten der Wohnbauten gering und die modulare Bauweise erlaubt es, auf den jeweiligen Kontext individuell einzugehen. Ziel ist es, die Struktur des Townhouses zu benutzen, um kleinmaßstäbliche, individuelle Wohnungen zu ermöglichen und dennoch homogene, großmaßstäbliche Gebäude entstehen zu lassen.

Der Masterplan für Kransbindarvägen wurde im Dezember 2009 präsentiert, Baubeginn war 2012, Fertigstellung 2014

 

Der Masterplan für Kransbindarvägen wurde im Dezember 2009 präsentiert, Baubeginn war 2012, Fertigstellung 2014

Bauherr: Familjebostäder und Besqab
Team Realarchitektur: Petra Petersson, Kerstin Zahn, Gordon Black, Felix Arlt, Henning Watkinson, Julia Molles
Fotos: Felix Odell (www.felixodell.com)